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Die Chupitos de la Casa dürfen dabei nie fehlen...

Tapas Frías
Tapas Calientes
*** Weizenmehl-Brotkorb €2,20 ***
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Empanadas

Tomatensauce, Paprika, Oliven, Ei (Sulfite)

Manchegokäse

Jungzwiebel

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Basilikum

Käse


Maiscreme,
Käse


Dörrzwetschke

Paprika, Ei

Paprika, Oliven (Sulfite)

Käse, Oregano

Sesam


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Wer wir sind, warum wir da sind und was wir so denken und schreiben...
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Die Tapas Bar Puerta del Sol gibt es mittlerweile seit über 15 Jahren...
15 Jahre im Dienste der Bestie
Feliz Cumple Puerta del Sol
Wien 22.4.2026
Die Tapas Bar Puerta del Sol gibt es mittlerweile seit über Seit einigen Wochen habe auf meinem "To Do"-Zettel irgendwo in der Mitte stehen "Schreib einen Text zum 15 Geburtstag von Puerta del Sol beginnend mit Marcus Havranek".
Jetzt ist der Tag gekommen, bisher habe ich keinen Text geschrieben.
Es war wieder so eine turbulente Zeit geprägt durch die Ambivalenz eines täglich ausreservierten Lokals, den menschlichen Herausforderungen eines versucht empathischen Arbeitsstils und der daraus resultierenden persönlichen Erschöpfung. Der ein oder andere Chupito Hausgetränk rund um die Sperrstunde löst zwar sofort wohlig warme Entspannung aus, aber in Summe trägt das nicht zur Eindämmung der Erschöpfung bei.
Die Puerta wird 15 und die Puerta ist toll. Die Menschen da drin sind nach wie vor toll, auch wenn sie teilweise nicht mehr dieselben sind wie vor drei Jahren, als ich den letzten Text über unser Lokal geschrieben habe.
Ich bewundere uns alle, ich bewundere die Konstanz, ich bewundere das Lokal und die Institution dieses Kleinbetriebs. Wenn ich allein nach Sperrstunde, oder am Vormittag beim Ankommen oder am Nachmittag kurz bevor das Abendteam kommt kurz innehalte, mich irgendwo an einen der 14 Tische setze um noch einmal die Reservierungsanfragen durchzugehen, dann blicke ich auf das Lokal voller Liebe und Respekt.
Ich mag die Kleinigkeiten, die Details, die über die Jahre gewachsen sind und die sich entwickelt, etabliert und verändert haben. Es gibt ein Werbeplakat der judäischen Volksfront am Weg zum Damenklo (Stichwort "Römer geht nach Hause"), es gibt einen dezent projizierten Schatten des "Tio Pepe" über der Bar, es gibt eine "Zona de Borrachos" (einen Bereich für Betrunkene), einen "Caganer" (einen kackenden Katalanen), ein Bild von Iker Casillas, eigenwillige Beschränkungen, an wen Alkohol ausgeschenkt wird, eine Küche, die kein Drama erlaubt, dafür Bildern von verbranntem Brot huldigt, eine Würdigung Emiliano Zapatas, eine "Ordenanza" dass das Ausspucken verboten ist etcetc...
Wenn ich mir diese Winkel und Plätze in der Tapas Bar Puerta del Sol so ansehe, dann bemerke ich aber auch, dass all diese unendlich lange Zeit, die so schnell vergangen ist,
dass all die Anstrengung, die uns so erschöpft hat,
all die Zeit, die ich nicht mit meinen Sohn, mit Caro, meiner Familie oder Freunden außerhalb der Gastronomie verbracht habe,
dort irgendwo verteilt liegt.
Die letzten 15 Jahre meines Lebens liegen wie ein festgetretener massiver Lehmboden in der Lange Gasse 52. Egal wann ich mich frage, warum ich eigentlich nicht "das" oder "dies" gemacht habe, liegt die Antwort unter irgendeinem Tisch in der Puerta.
Und es ist gut so.
Wenn meine Großmutter Radln hätte, wär sie ein Autobus. Wenn sich Caro und ich nicht für die Puerta del Sol entschieden hätten, hätten wir diese unzähligen genialen Momente und diese unzähligen genialen Menschen nicht kennengelernt, die als ganzes mehr sind als ihre Summe.
Womit wir wieder beim Anfang sind:
Mit Marcus Havranek war ich in der Schulklasse, wo wir nicht besonders oft miteinander zu tun hatten. Dennoch hat uns nach mehr als einem Jahrzehnt Pause die Puerta wieder zusammengeführt. Zuerst als Gast, jetzt als Webmaster, weil er einen eigenen Server hat und alle unser Mailadressen und die Websites von Puerta und Catering dort liegen. Ohne ihn hätte ich die Websites nie annähernd so zusammenschustern können, wie das passiert ist. Und wenn meine Mailantworten wieder einmal zu oft im SPAM der Gäste landen ist es auch er, der sich konstant darum kümmert.
Apropos Konstanz: seit 15 Jahren und schon vorher ist es der Otzlberger, der wöchentlich 52 Mal im Jahr die Erdäpfln, den Zwiebel und die Eier bringt. Auch er ist einer derjenigen, die "man" nicht sieht, aber die immer schon da sind.
Aziz ist 2015 aus Afghanistan gekommen. Er war damals einer von denen, die sich in der Votivkirche verschanzt haben und nachher vom Kardinal Schönborn eine Wohnung im 22ten bekommen hat, um sich einen neuen Anfang zu ermöglichen. Seit 2019 ist er einer derjenigen, die am öftesten und konstantesten immer da sind und die Puerta zu dem machen, was sie ist.
Pilar kommt vom westlichsten Teil des Nordwesten von Spanien und hat noch nie in der Gastroniomie gearbeitet. Sie ist Mathematikerin und hat sich trotzdem bei uns beworben. Nachdem zu dem Zeitpunkt schon die großartige Griechin Elpiniki bei uns gearbeitet hatte, die eigentlich Neurobiologin ist, konnte ja gar nichts schief gehen. Außerdem weist Pilar die unglaubliche Fertigkeit auf, die derbsten nordwestspanischen Schimpftiraden als Dampf abzulassen, um eine Sekunde später die süßest freundliche Laune auszustrahlen. Kurz: Pilar arbeitet mittlerweile sowohl am Nachmittag, also auch am Abend.... wie so viele andere natürlich nicht für immer, weil sie ja Mathematikerin ist und auch einen entsprechenden Job möchte, aber in der Zwischenzeit ist sie eine derer, die ihren genialen Wahnsinn beitragen um die Puerta zu dem zu machen, was sie ist.
Andi ist eigentlich auch Historiker, doch auch ihn hat die Puertabestie so süß-gewaltsam umarmt, dass er der fixe Vizepräsident ist und es ermöglicht, dass Caro und ich Urlaub machen können, ohne zuzusperren.
Für Leandro war Gastronomie eigentlich auch nie eine lange Option, aber auch er ist seit lange vor Corona fixer Bestandteil der Puerta-Familie und ist einer derer, die dafür hauptverantwortlich sind, dass sich das Puerta-Team auch außerhalb der Arbeitszeiten (egal ob nach Sperrstunde oder am Sonntag auf der Insel zum Grillen) trifft.
Ein weiterer dieser fixen Bestandteile ist natürlich Rocko Jorge aus Cartagena, der seit Jahren in der warmen Küche die Stellung hält. Auch wenn es nie der Plan war, in Wien zu bleiben und er schon öfter seinen Abschied in einem halben Jahr angekündigt hat, ist er immer noch da und mehr als je zuvor. Schließlich ist auch vor drei Jahren sein Sohn Arturo hier geboren worden, was eine gewisse Dosis Konstanz in seine Wiener Diaspora gebracht hat. Erwähnt sei an dieser Stelle auch unsere legendäre "Hangover"-Reise zu dritt mit Leandro letztes Jahr nach Madrid zum Konzert der argentinischen 80er Metal Band Rata Blanca.
Ruben aus Katalonien und Shaheen aus Afghanistan komplettieren das Diaspora-Küchenteam. Auch sie beide sind seit Langem nicht mehr wegzudenken.
Dann gibt es noch Wiederholungstäter wie Thales aus Kärnten oder Matze aus Wien oder Gabs aus Brünegg oder Pablo aus Grieskirchen, die der "Bestie" dann immer wieder ihre Arbeitskraft leihen wenn die Bestie oder sie selbst es brauchen und uns auch privat, wie so viele andere Ex-KollegInnen beehren und erfreuen.
Und irgendwo still und heimlich reiht sich dann noch der Maschinenbaustudent Sergio aus Kolumbien irgendwo ein... kaum jemand vom Abendteam bekommt ihn je zu Gesicht, weil er am Vormittag mit Caro und Pilar Empanadas auf Vorrat produziert - quasi Teigtascherlmafia.
Ganz neu dabei sind Agustina, die die Liebe aus Rosario (Stichwort Messi) nach Wien verschlagen hat und die Kunstlerin Theresa.
Ich schreibe zu lange Texte... aber es gäbe noch so viele Leute zu erwähnen: den pfeifenden Luis aus Elche, den Daniel, der den Mittwochs-Flamenco etabliert hat, den "blonden Engel" Martin, der immer irgendwo auftaucht und immer etwas beruhigendes zu sagen hat, oder auch den Stinkegast, dessen Namen wir nicht kennen, aber der es immer wieder schafft, dass niemand im selben Raum sitzen möchte, wie er (ja, das ist ein Probelmchen, dem wir uns stellen müssen).
Elisabeth, unsere Hausbesitzerin (Stichwort Alltagsgschichten Donauinsel) muss erwähnt werden. Seit Jahren kommt sie jeden Abend Zigaretten schnorren, sodass das Team mittlerweile schon extra Packerl für sie kauft. Ab und zu, wenn sie gut drauf ist, steckt sie einem Kellner Geld zu, um das nächste Packerl für sie zu kaufen.
Es gab so viele SchülerInnen, die als 13jährige ihre berufspraktischen Tage bei uns gemacht haben, wie z.B. Adrian, Luca, Paul oder Elena. Da ist Manuel und Alberto Santana, die uns Pimientos de Padron, Jamón Serrano und so viel mehr wöchentlich bringen. Der Somelier Wolfgang Jiresch, dessen Weinberatung ich blind vertraue, genauso wie Gawein Bruckner. Maria, die Geigerin des RSO, die uns um 2 in der Früh im leeren Lokal Vivaldi auf ihrer Geige aus dem 18ten Jh. vorgespielt hat. Da ist Assadour, Georg Vanicek und so viele andere Freunde, Gäste und Wiederholungstäter...
Und da sind dann natürlich auch diejenigen, die nicht mehr kommen können, weil sie entweder zu weit weg wohnen wie die ewige Roswitha... oder die vor bald 10 Jahren verstorbene Hedi...
Oder derjenige, der auch heute Geburtstag hat und auf immer bei uns und auch in unserem Lokal bleibt: mighty Stefan Lukabauer.
Ich stoße auf alle an, die durch ihre Arbeit oder ihre Anwesenheit die Puerta zu dem machen, was sie ist.
ALLES GUTE Tapas Bar Puerta del Sol! Jahren...
Warum wir eine Tapas Bar machen...
Am 22.4.2023 ist die Puerta del Sol 12 Jahre alt geworden – das Dutzend ist voll.Wie ich schon vor 7 Jahren geschrieben habe: eigentlich wollte ich doch nur kochen…. aber dann hat Roberto gesagt, “Mach doch eine Tapas Bar auf!”… und dann sind die Dinge aus dem Ruder gelaufen.Es ist nach wie vor die Freude am Kochen, die Neugier, das Fernweh, das Spielen, das Genießen, der Spaß und die Liebe zum Detail, die uns leitet… und doch hat sich eine große Dosis an Routine, Professionalität, Abgeklärtheit und Rhythmus dazu gemischt. Allein die Beantwortung und Administration der Reservierungsanfragen wäre momentan schon ein Job für sich. In den letzten 12 Jahren haben so viele Menschen zum Werden dieses wunderschönen Lokals und seiner Atmosphäre beigetragen, dass es endlos (langweilig) wäre, sie alle hier zu erwähnen. Fest steht, dass Carolina und ich mit Menschen zusammenarbeiten dürfen, die alle ihre eigene, individuelle Portion Wahnsinn mitbringen, nämlich genau diese Portion Wahnsinn, die man braucht um in einem Lokal mit mehr oder minder 90 offenen Weinen, jedem Tag voller Hütte und unzähligen Tischen mit unzähligen kleinen vollen oder leeren Tonschüsselchen, unseren cazuelitas, zu bespielen.Wie funktioniert das bei uns? Wir bieten so viele verschiedene Weine an, damit ihr sie probiert, schluckweise, bevor ihr Euch für ein Glas oder eine Flasche oder mehr entscheidet. Natürlich sind auch wir nur Menschen und es kommt oft darauf an, wie voll und stressig es ist, um sich entsprechend Zeit für eine persönliche Beratung zu nehmen.Zum Wein gibt es Tapas. Man kann sich den Tisch mit bereits erwähnten Tonschüsselchen zu einem Mosaik zupflastern, oder zu jedem Glas eine bestimmte Tapa genießen… je nach persönlicher Vorliebe und Gesellschaft.Unsere Idee ist es, ein ausgewogenes Angebot zusammenzustellen, wo jeder Gast das Seine findet. Es gibt eine Auswahl an spanischen Klassikern, jede Menge Vegetarisches und Veganes, kalte Tapas, warme Tapas, unsere fast täglich wechselnden, saisonabhängigen Tapas del Día, die 15 Sorten authentisch argentinischen Empanadas und einige Süßspeisen, wie unsere legendäre Limetten-Kardamom-Chilitorte (danke, oh Wolfgang).Zu den Tapas gibt es Wein, aber das war ja schon… zu den Tapas gibt es mehr als Wein: z.B. spanisches Alhambra-Especial-Bier aus Granada, Tinto de Verano (mit Casera natürlich, wie es sich gehört), Horchata de Chufi, unseren Horacio (das spanische Pendant zum österreichischen Hugo), den San Iker-Aperitiv und vieles mehr. Wenn ihr gern Sangria hättet, dann müsst ihr diese allerdings vorbestellen, da wir die Früchte, so wie es sich gehört, über Nacht ansetzen und das eine gewisse Vorlaufzeit braucht. Ähnliches gilt für Agua de Valencia… und natürlich auch für die Paella. Wer gerne Paella hätte, muss das bitte rechtzeitig vorbestellen.Womit wir wieder beim Essen wären. Wenn ihr bei uns essen und trinken möchtet, dann müsst ihr bedenken, dass unser Lokal eher klein ist und der Platz begrenzt. Seit dem Ende der Corona-Pandemie ist der Ansturm so groß, dass wir höchstwahrscheinlich 3-4 Puerta del Sols füllen könnten. Wir haben uns aber ganz bewusst und aktiv gegen die Expansion entschieden. Nur weil man mehr haben und machen könnte, muss man das nicht unbedingt tun. Die Puerta ist die Puerta und bleibt die Puerta und lebt von der Originalität aller, die daran mitwirken: egal ob Kellner:innen, Köch:innen, Musiker:innen, Stammkundschaft, Künstler, Netzwerktechniker, Importeur:innen und Weinhändler:innen, dem Erdapflbauern, Elektriker, Putzpersonal, Empanadateam und vielen mehr.Kurz: Ihr solltet also momentan rechtzeitig einen Tisch reservieren (per SMS) oder eher spät spontan vorbeikommen.Wir haben von Montag bis Samstag von 18-24 Uhr offen. Das scheint nach Außen hin wenig, aber in Wirklichkeit gibt es jeden Tag rund um die Uhr genug zu tun, um Euch das anzubieten, was wir anbieten und vor allem um den Standard seit 12 Jahren zu halten oder sogar zu verbessern.In den letzten 12 Jahren haben allein im direkten Umkreis so viele Lokale geöffnet und wieder zugesperrt aus verschiedensten Gründen, dass ich dankbar und stolz darauf bin, dass unser spanisches Tapas Lokal konstant weiter blüht.Womit wir bei der Pandemie wären: Corona war hart, die Monate langen Lockdowns haben viel Kraft und Geduld gekostet. In unserem Fall sind wir bis auf die obligatorischen Erkrankungen trotz Impfung weitgehend verschont geblieben, aber v.a. sozial hat man es auch bei uns gemerkt, dass da mit Menschen viel passiert ist. Dem ein oder anderen hat’s den Vogel rausghaut aber fast alle haben sich auch psychisch erfangen. Letztlich haben wir die Mauern des Lokals abgeschlagen und neu aufgezogen und die Toiletten grundsaniert. Abgesehen von der gesundheitlichen Geschichte sind aber folgende Erkenntnisse geblieben: es ist unglaublich, in einem Land zu leben, wo das Sozialsystem funktioniert, sodass ich keinen einzigen Mitarbeiter kündigen musste und selbst auch finanziell ganz ok überleben konnte. Das verdanken wir nicht der Politik der Regierung, sondern einem Sozialstaat, der seit Jahrzehnten erkämpft wird und sich gegen seine Auflösung wehrt.Zweitens: Tapas-Takeaway macht keinen Sinn… aber dazu habe ich schon einen eigenen Text geschrieben, der hier irgendwo steht.Drittens: wesentlich ist in Krisenzeiten der soziale Zusammenhalt und die Solidarität unter Kolleg:innen. Ich versuche seit jeher einen Spagat zu machen zwischen meiner Position als Chef und Comandante (also als Klassenfeind per definitionem) und den Bedürfnissen von jedem einzelnen in unserem Team, egal ob es um einen temporären Job während des Studiums, einen afghanischen Flüchtling, Künstler mit allerlei Prioritäten oder sonst jemanden handelt. Empathie und Respekt sind Schlüsselwörter dabei. Dank einer guten Atmosphäre haben wir mir wenigen Ausnahmen auch keinen Personalmangel und in der Regel passieren auch die Trennungen stets harmonisch. Das klingt sehr technisch, uninteressant und Eigenlob stinkt pestilent, aber ich bin der festen Überzeugung, dass genau das einen wichtigen Teil des Charakters und der Qualität des Service und der Küche ausmacht.Eine Sache sind Rezepte und Zutaten. Das andere ist die Liebe zum Detail und die Leidenschaft mit der bei uns gekocht wird. Dass eine Tapa Pinchos oder Gambas köstlich die Küche verlässt, ist nicht schwer. Dass auch die 150te Tapa Gambas oder Pinchos immer noch köstlich ist, ist eine große Kunst und bedarf Ausdauer und Kraft.Allen, die dabei mitwirken und ihre Lebenszeit und Lebensenergie für “die Bestie”, wie die Puerta bei uns liebevoll genannt wird, aufbringen gehört mein großer Respekt und Dank.Schuld ist sowieso Roberto, denn der hat gesagt: “Mach doch eine Tapas Bar auf…”Insofern trinke ich einen Chupito de la Casa (beim nächsten Mal unbedingt nachfragen, was das ist) und stoße auf Euch und uns an. Danke an Euch und auf die nächsten 12 Jahre. Salud!Warum uns Bargeld lieber ist...
… die Kurzfassung der Antwort ist: weil Kartenanbieter und Banken Gebühren verrechnen, die bei Barzahlung nicht anfallen, ähnlich der Bankomatgebühren, die vor vielen Jahren zurecht abgeschafft wurden. Das hat nichts mit Schwarzgeld oder Verschleierung zu tun, sondern ist ein sehr pragmatischer Gedanke:
Seit ein paar Jahren bieten wir Euch den Service an, bei uns mit Eurer Bankomat- oder Kreditkarte für Eure Tapas zu zahlen, da wir es komplett verstehen, dass es oft viel angenehmer ist, nicht daran denken zu müssen, ob man auch genügend Bargeld bei sich hat.
Bevor Ihr jedoch das nächste Mal zur Karte greift, ersuchen wir Euch, folgendes zu bedenken:
Wenn Ihr Eure Tapas oder Euren Wein in der Bar bezahlt, bezahlt ihr den Service und die Arbeit eines Kleinunternehmers und seiner Angestellten. D.h. der Betrag wird in einer gewissen Form für das Service und die Instandhaltung einer konkreten Bar in der Nachbarschaft verwendet.Wenn Ihr mit Kredit- oder Bankomatkarte bezahlt,
wird ein gewisser Teil desselben Betrags automatisch für einen multinationalen Konzern abgezogen, der nichts zu Euren Tapas beigetragen hat, außer den Service anzubieten, dass Ihr eben auf Euer Bargeld vergessen könnt.Daran ist gar nichts unmoralisch oder illegal, aber im Endeffekt muss man sich schon fragen, ob man wirklich möchte, dass ein Teil seines Rechnungsbetrags irgendwo im Banknirwana verschwindet, oder ob man lieber hätte, dass es bei den Leuten bleibt, die einem gerade den kulinarischen Rahmen für einen netten Abend beschert haben.
Also, bitte, wenn es ans Zahlen geht und es nicht allzu viele Umstände bereitet:
BLEIBT BITTE BEIM BAREN
Warum wir keinen Zustellservice anbieten...
Die Nachfrage nach Abhol-Tapas bzw. Zustellung hat vor allem in COVID-Zeiten stark zugenommen. Wir, die wir Eure Tapas machen sind da aber etwas zwiegespalten:
Einerseits verstehen wir natürlich, dass man daheim auch gerne unsere kleinen Speisen genießen möchte, aber andererseits möchten wir festhalten:
Das spanische Konzept der Tapas ist eigentlich klar an eine Bar/ein Lokal gebunden, sodass es genau genommen ein Widerspruch ist, Tapas daheim zu nehmen.
Die etablierten Zustell-Firmen wie Mjam oder Lieferando sind eine arbeitsrechtliche Katastrophe und widersprechen unseren Grundsätzen einer fairen Behandlung und Bezahlung von Mitarbeitern und Partnern.
Kleine Speisen attraktiv für eine Zustellung zu präparieren, verlangt eine Unmenge an Boxen, Schachterln und Verpackung. Uns ist klar, dass wir schon so genug Müll produzieren, sodass diese zusätzliche Menge an Verpackungsmaterial dem ökologischen Gewissen noch mehr wehtut.
Aus diesen Gründen bieten wir keine Zustellung an.
Gerne könnt ihr Euch Tapas bei uns abholen und nach Hause mitnehmen.
Dazu sei angemerkt, dass uns die Qualität unserer Speisen, so wie Ihr sie dann genießt, sehr am Herzen liegt.
Auch wenn es gegen das eigene Geschäft geht, sei gesagt, dass einige unserer Tapas sehr gut für Take Away geeignet sind (z.B. die Empanadas etc.), aber andere einfach nicht so gut daheim ankommen, wie sie bei uns die Küche verlassen (z.B. Patatas Bravas, Queso Mahones Frito, Gambas etc.).
Wenn ihr bestellen möchtet, einfach konkret (am besten per SMS) nachfragen und wir beraten Euch sehr gerne.
Tischreservierung, Anfragen, Kritik, Lob, Anregungen, etc...
Kontakt
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Für Tischreservierungen ist ein SMS ideal. Wenn innerhalb von 24 Stunden keine Antwort kommt, hat etwas nicht geklappt. Am besten alternativ per Email probieren. Ihr bekommt eine automatische Kopie der Emailanfrage an Eure angegebene Emailadresse.
Leider landen unsere Antworten per Email manchmal im Spam-Ordner.
Bitte keine Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen und nicht per Whatsapp, Signal, Facebook Messenger etc. reservieren, da wir das nur unregelmäßig lesen.
Da unser Platz in der Tapas Bar begrenzt ist, bitte unbedingt darauf achten, dass Ihr eine Bestätigung bekommt.
Tischwünsche nehmen wir gerne entgegen, doch wir versprechen nicht, dass wir diese erfüllen können, da wir aufgrund der Architektur unseres Lokal in Bezug auf das "Tisch-Tetris" oft unflexibel sind. Wir ersuchen dabei um Verständnis.



